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Für unsere Region gibt es nur wenige erhaltene Bilder oder Beschreibungen von Originaltrachten. Daher gestaltete sich der Entwurf für unsere Trachten recht schwierig, da wir um Originalität bemüht waren.
Die Mädchentracht
Die Mädchentracht besteht aus einem schwarzen oder schwarz / rotem Kleid, weißer Bluse, weißer bestickter Schürze und einem bestickten Tuch. Dazu werden weiße Kniestrümpfe und schwarze Schuhe getragen.
Die Tracht wurde in Anlehnung an die früheren Sonntagskleider der Frauen geschneidert. Schwarze Kleider wurden ursprünglich nur zu religiösen Festen, an Sonntagen zum Kirchgang, zur Hochzeit oder zur ersten hl. Kommunion getragen.
Die Farbe Schwarz hatte dabei die simple Bedeutung, dass das Kleid somit nicht so schnell schmutzig werden konnte, sich aber dennoch von der Alltagsfarbe (meist braun oder grau) der Kleider unterschied. Zusätzlich wirkte Schwarz ernst und festlich und sollte damit die nötige Demut und Gottesfürchtigkeit anlässlich religiöser Feste unterstreichen.
Zu weltlichen Feierlichkeiten, z.B. zur Kirmes oder zu Volksfesten trugen die Frauen früher rote Kleider. Auch solche Kleider tragen einige von uns.
Auf die Röcke sind bunte Bänder genäht, die zeigen, ob das Mädchen verheiratet (blaues Band) oder „noch zu haben“ (rotes Band) ist. Je breiter die Bänder, umso wohlhabender die Familie des Mädchens.
Das sehen wir heute allerdings nicht mehr so streng und auch eine verheiratete Frau trägt rote Bänder, wenn sie ihr besser gefallen.
Die Tücher und Schürzen sind selbst bestickt, haben alle unterschiedliche Farben und Motive. Keine Schürze, kein Tuch sieht aus, wie das andere und macht damit die Tracht einzigartig.
Die Jungentracht
Die Jungentracht besteht aus einer schwarzen Kniebundhose und einer roten oder schwarzen Weste; weißen Strümpfen und weißem Hemd. Ist der Junge noch nicht verheiratet, trägt er eine rote Weste, nach der Hochzeit trägt er schwarz (ist die Ehe denn so ernst?). Aber auch hierauf wird immer weniger geachtet. Oft sind am Revers des weißen Hemdes die Initialen des Namen mit bunten Farben eingestickt. Dies ist der einzige Schmuck und individuelles Merkmal an der Jungentracht.
Die Kleidung der Männer sollte weniger schön als praktisch sein, denn so war man der Ansicht sie sollten sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren.
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