Volksmusikinstrumente

Volksmusik bezeichnet die traditionell überlieferte Musik verschiedener Regionen, sie umfasst Volkslieder und instrumentale Stücke. Volksmusik ist nichts auf ewig Festgelegtes, immer Gleiches – im Gegenteil, sie wird beim Musizieren neu geschaffen. Die in der Kunstmusik verwendeten Musikinstrumente werden bis auf geringe Ausnahmen auch in der Volksmusik verwendet, zusätzlich sind viele ältere, in der Kunstmusik nicht mehr verwendete Instrumente bis heute noch als Volksmusikinstrumente im Gebrauch.
Wir wählen unsere Instrumente nicht nur zeitentsprechend aus, sondern versuchen der Musik unsere persönliche Prägung zu geben. Darum mischen wir alte und neue Instrumente. Mittelalterliche Musik spielen wir z. B auf Krummhörnern und modernen Seiteninstrumenten.

Waldzither

Cistern sind heute oft als Waldzither bekannt: Im deutschen Sprachraum ursprünglich in Thüringen verbreitet, leitet sich der Name wahrscheinlich vom Begriff "Thüringer Wald- Zither" ab. Sie entwickelte sich zu einem beliebten Volksinstrument. In den 1920ern wurde sie in der Jugendbewegung und dem Wandervogel wieder populär. In den 1970er fand sie in der deutschen Folkmusik wieder mehr Verwendung. Momentan werden sie von einigen Instrumentenbauern hergestellt.
Die Waldzither hat vier Chöre und eine einzelne Bass-Saite. Sie besitzt die offene C-Dur- Stimmung c gg c'c' e'e' g'g', somit bietet sich das Spiel in den Tonarten C-Dur, G-Dur und F-Dur und den verwandten Molltonarten am ehesten an. Wir setzen das Instrument oft bei den Liedern der Wandergesellen ein. Thomas hat ein tolles Instrument das 1985 für 35 DM aus einem Nachlaß auf dem Kaunitzer Hobbymarkt erstanden wurde.

Kontrabaß

Der Kontrabass ist das tiefste und größte Streichinstrument und hat ein weites Einsatzgebiet vom modernen Sinfonieorchester über den Jazz bis hin Folk. Da der Kontrabass sowohl bauliche Eigenschaften der Violinen als auch der Gamben aufweist, herrscht Uneinigkeit über seine Familienzugehörigkeit. Otto ist das egal er bringt das Instrument in jedem Raum mit Holzdielen zum brummen. Die vier Saiten des heutigen Kontrabasses sind meistens in Quarten (‚E-‚A-D-G) gestimmt. Unser Kontrabass ist nach seiner Bauart zu Urteilen mit 85 Jahren das älteste Gruppenmitglied.

Klarinette

Die Klarinette ist ein transponierendes Musikinstrument aus der Familie der Holzblasinstrumente. Sie hat eine vorwiegend zylindrische Bohrung und ist mit einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt ausgestattet. Durch den Luftstrom, der vom Musiker in das Instrument geblasen wird, beginnt das am Mundstück befestigte Rohrblatt hin- und herzuschnellen. Im Klezmer und der osteuropäischen Volksmusik findet die Klarinette reiche Verwendung als Solo- oder Begleitinstrument. Insbesondere auf dem ganzen Balkan ist die Klarinette ein Standardinstrument bis hin zu den kleinsten Besetzungen. Wir setzen das Instrument einfach ein wo es passt.

Krummhorn

Das Krummhorn ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt, zylindrisch gebohrter Röhre und Windkapsel. Es besitzt sieben vorderständige Grifflöcher und ein Daumenloch für den linken Daumen. Der Tonumfang beträgt eine große None. Beim modernen Krummhorn ist der Tonumfang durch zwei Klappen nach oben erweitert und beträgt dann eine Undezime.
Wir spielen die Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Wie bei den meisten Holzblasinstrumenten der Renaissance ist die c/f-Stimmung üblich Das Krummhorn wurde in Europa im 15. Jahrhundert entwickelt. Ab. dem 16. Jahrhundert war das Instrument weit verbreitet. Mit dem musikalischen Übergang von der Renaissance zum Barock im 17. Jahrhundert geriet es aus der Mode. Als Satz zu 3 Stimmen gespielt klingt es prachtvoll. Trotzdem sei angemerkt, es macht sehr große Mühe den hohen Druck zur Intonitation lange zu halten.

Gitarre

Die Gitarre ist ein leierartiges Instrument aus der Familie der Kastenhalslauten. Das Leierinstrument erfreute sich, schon im römischen Reich großer Beliebtheit.
Wir spielen akustische Gitarren, bei der die Tonerzeugung rein mechanisch erfolgt. Den Ton der schwingenden Saite überträgt der Steg auf die Resonanzdecke. Die Decke überträgt die Tonschwingung auf die Luft. Der Resonanzkörper verstärkt die Schallwellen. Mit Gitarrenakkorden, oder auch Gitarrengriffen, können Lieder auf der Gitarre begleitet bzw. Melodien gespielt werden. Mit den Fingern der Schlaghand werden die Saiten gezupft oder geschlagen.

Eine Verwandte ist die Mandoline, die Saitenstimmung entspricht der Violine. Der Bezug der neapolitanischen Mandoline besteht aus vier Saitenpaaren, die in Quinten gestimmt sind wie die Violine: g d' a' e'' Anfang des 20. Jahrhunderts war in Deutschland in der Wandervogelbewegung die Mandoline sicher auch aufgrund ihrer kleinen Größe beliebt. Auch heute gibt es noch vielerorts Mandolinenorchester. Das Instrument fand im Folkrevival der 70er Jahre nun bei einem jungen Publikum besondere Beachtung. Bernhard spielt eine Ovation Mandoline mit besonders schönen Klang.

Flöten

Die allerersten Flöten der prähistorischen Zeit wurden aus Tierknochen hergestellt. Eine 50.000 Jahre alte Flöte wurde in Divje Baba (Slowenien) gefunden. Sie wurde aus einem Bären-Oberschenkel hergestellt und besitzt vier Löcher. Diese Flöte ist das älteste bislang gefundene Musikinstrument schlechthin. Wahrscheinlich gehört sie Klaus oder Anne, kann man nach dieser langen Zeit nicht mehr genau sagen. Bei den Flöten wird der Luftstrom über eine Kante geführt wird, an der er in Schwingung gerät. Es gibt Flöten mit und ohne Kernspalt. Wir spielen Blockflöten, Querflöten und Tin Whistles.

Gesang ist unsere Geheimwaffe:

Der Begriff a cappella wird traditionell im Sinne von „unbegleitet“ verwendet und beschreibt Gesang, der nicht von Musikinstrumenten begleitet wird. Wir singen meistens Mittelalterliche Chorsätze die uns stimmlich gut angepasst sind. Siehe Beispiel „Oh mala Herba“

Diatonische Akkordeon

Das Diatonische Akkordeon oder auch Ziehharmonika, Ziehorgel, Handorgel, Riemenorgel, Handharmonika, Quetschkommode, Zerrwanst oder auch Schifferklavier genannt ist ein Akkordeon.

Durch die diatonischer Bauweise, auf Druck erklingt die Tonika, auf Zug die Dominante, ist das Instrument ist wechseltönig. Auf Grund dieser Bauweise ist es zumindest für den Anfänger schwierig, nach Noten zu spielen. Wie bei allen Handzuginstrumenten, wird zur Tonerzeugung Luft im Balg Luft durch metallische Stimmzungen gepresst. Die Anzahl der Tasten kann in weiten Grenzen variieren. Der erste Entwicklungsschub fand in Wien statt. In vielen Teilen der Welt sind daher diatonische Akkordeons unter der Bezeichnung „Wiener“ oder „Wiener Modell“ bis heute bekannt. Die Entwicklung der verschiedenen Modelle war bis ca. 1860 bereits im Wesentlichen abgeschlossen. Die Instrumente waren als Volksinstrumente weit verbreitet. Christiane spielt eine italienische Castelfidardo Harmonika.

Die nahe Verwandte ist das Akkordeon, im Unterschied zum diatonischen Akkordeon ist dieses Instrument im Aufbau Vollchromatisch. Auf der rechten wie auf der linken Seite gibt es die Möglichkeit, die Klangfarben durch Zuschalten von bis zu fünf Chören durch sog. Register stark zu verändern. Im Prinzip ist das Akkordeon das Klavier des kleinen Mannes und eine Weiterentwicklung der Zieharmonika. Christiane spielt auf Hohner und Scandalli Instrumenten.

Waldzither


Kontrabaß


Krummhorn


Mandoline


Diatonisches Akkordeon