Volksmusik” machen wollten wir nicht.

Wir orientierten uns anfangs mehr an Vorbildern der Folklore-Szene und an Liedgut, das aus der Schulzeit hängengeblieben war. Bald gesellten sich derbe Gesellenlieder zu Jahreszeitenliedern und überlieferten Tanzliedern. Wir begleiteten die Tänzerinnen und Tänzer zu ihren Auftritten und bereicherten die Tanzprogramme durch Liedbeiträge.
Nach drei Jahren war von anfänglich 20 Aktiven ein Kern von 10 Musikern übrig. Auch musikalisch begann einiges weiterzuwachsen. In alten Liederbücher stöbern, neue Lieder ausprobieren und eigene Arrangements dazu zu entwerfen, wurde zur unserer Leidenschaft.
Beharrlich suchten wir weiter den Weg des „anderen Volksliedes”, des Liedes, das im einfachen Volk entstanden war, das auch Gefühle wie Zorn, Angst und einfache Lebensfreude zuließ.
Nach fünf Jahren entschlossen wir uns, der Gruppen einen eigenen Namen zu geben:

Allerleirauh

So wie der Mantel der Prinzessin im Märchen der Gebrüder Grimm aus allerlei Rauhwerk zusammengenäht war, so setzte das Programm sich aus einem bunten Rauhwerk unterschiedlichster Lieder aus verschiedenen Jahrhunderten zusammen.
Und diese Vielfalt der Musik gefiel auch dem Publikum und uns 10 Musikanten.

Auftritte zu verschiedensten Anlässen häuften sich, längst war Allerleirauh nicht nur ein Anhängsel bei Tanzauftritten, sondern eine eigenständige Gruppe im Volkstanzkreis Niederntudorf. Aber auch bei der Darbietung der Musik entwickelten sich bald Vorlieben:
Wir eiferten denen nach, die damals wie heute, diese Lieder geschrieben haben – den Liedermachern der vergangenen Jahrhunderte.
Wenn eben möglich meiden wir Mikrofone und Lautsprecheranlagen und ziehen es vor, einem überschaubaren Zuhörerkreis gegenüberzutreten. Wir fühlen sich auf kleinen Bühnen wohler als in großen Konzertsälen und freuen uns, wenn der direkte Kontakt zum Publikum gegeben ist.Heute besteht unsere Gruppe aus neun Musikantinnen und Musikanten. Zum Repertoire gehören Musikstücke vom Mittelalter bis zur Neuzeit, gehören freche, aufmüpfige und derbe Lieder wie leise und nachdenklich stimmende Weisen; Liebes- und Klagelieder behaupten sich neben Bauern- und Trinkliedern, mehrstimmiger Gesang wechselt sich ab mit Sologesang.Wir spielen auf einer gute Anzahl von alten und neuen Instrumenten und vermögen unser Programm durch Gaukeleien und Zaubereien noch weiter aufzuwerten.

Heute besteht unsere Gruppe aus 7 Musikantinnen und Musikanten.
Im Herbst 2007 wollen wir unseren 30. Geburtstag feiern, und blicken zufrieden auf diese gemeinsame Zeit zurück.

Die Musiker

Christiane Rensing
Akkordeon, Sopran-Krummhorn, diatonisches Akkordeon, Gesang

Helga Frielingsdorf
Gitarre, Gesang

Anne Osterholz
Flöte, Gesang

Bernhard Osterholz
Mandoline, Waldzither, Gitarren, Gesang

Otto Farke
Kontrabaß, Klarinette, Flöten, Gesang

Thomas Willeke
Gitarre, Baß, Gesang