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Das 13. Jahrhundert als Vorbild für unseren Maibaum?
In den letzten Jahren sind wird oft darauf angesprochen worden, warum wir für unseren Maibaum gerade diese Form gewählt haben. Warum wir nicht - wie viele andere - einen mit Bändern umwickelten Stamm mit vielen Emblemen gewählt haben. Daher an dieser Stelle eine kurze Erklärung und ein kleiner Exkurs in die Geschichte, denn der Maibaum ist keine Erfindung der Neuzeit.
In alten Kulturen sahen die Menschen im Baum ein Gleichnis des Lebens und seiner Gesetze das ist unser Ansatzpunkt.
Die Art des Maibaums, wie wir ihn aufstellen, entspricht der Art der Maibäume, die schon im 13. Jahrhundert errichtet wurden.
Fast immer wurde eine gerade gewachsenen, geschälte Fichte gewählt, deren Krone als eigentlicher Träger der Segenskraft stehen gelassen wurde. An einem zentralen Dorfplatz wurde diese dann durch die Muskelkraft der jungen Männer des Dorfes aufgestellt. Begleitet wurde dies durch ein großes Fest mit Tanz, Gesang und Wein. Hiermit sollte die Einheit und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft symbolisiert werden. Gleichzeitig bat man auf diese Weise um Gesundheit, Erntesegen und Reichtum.
Warum musste die Fichte geschält sein? Damit das Eindringen des Bösen, z.B. von Hexen oder des Teufels getarnt als Käfer, zwischen Stamm und Borke verhindert wurde. Geschmückt wurde der Baum mit ein bis drei Kränzen, an den bunte Bänder, Würste oder Schinken angeracht wurden. Später dann ab dem 18. Jahrhundert schmückte man den Baum dann auch mit Emblemen des örtlichen Handwerks. Sicherlich ist nicht mehr alles so wie früher, aber dennoch entspricht „unser“ Baum in seiner Gestaltung und der Art des Aufrichtens einer der frühesten Traditionen des Maibaumaufstellens.
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